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cmo:oap

Die Orthokraniale Artikulator-Programmierung

Dieser Name beschreibt eine Vorgehensweise der Modellübertragung und Artikulatorprogrammierung, welche unabhängig von der terminalen Scharnierachse der Kiefergelenke erfolgt. Nachdem heute praktisch ubiquitär akzeptiert ist, dass diese Scharnierachse keine funktionelle Bewegungsachse für den Unterkiefer ist und auch deren Qualität als horizontale, frontale und sagittale Referenz umstritten ist, kommt dieser, auch wenn sie in der retralen Kompressionsstellung der Kiefergelenke manipulierbar sein mag, heute keine praktische Relevanz mehr zu. Womöglich ist dieses Konzept sogar eher dazu angetan, Fehlerquellen unbekannter Größenordnung in die Arbeitsabläufe einzuschleusen.

Bei der Orthokranialen Artikulator-Programmierung wird hingegen Wert auf physiologische Referenzen gelegt:

  • Ausrichtung der Modelle mit der Kauebene in der Relation zu den Schädelebenen, die auch in vivo vorliegt
  • Mittigstellung der Raphe-Medianlinie im Artikulator
  • Programmierung des Artikulators, nicht um manipulierte Grenzbewegungen zu duplizieren, sondern um den Techniker in die Lage zu versetzen, symmetrische Kauflächen zu gestalten, die Freiräume dort enthalten, wo sie bei der ungeführten Funktion notwendig sind. Auch der Winkel bei vertikalen Veränderungen im Artikulator soll dem der ungeführten Bewegung des Patienten möglichst nahe kommen.

Diese Technik wurde über 15 Jahren im Institut für Temporo-Mandibuläre Regulation entwickelt und in speziellen Kursen weitergegeben.

/kunden/homepages/11/d652213559/htdocs/ITMR/Dokuwiki/data/pages/cmo/oap.txt · Zuletzt geändert: 23/02/2017 17:02 (Externe Bearbeitung)